Einzigartige Kostümausstellung –
Teil der Geschichte von Grace of Sweden
Unsere Designerin Tina Olofsson hat ihre Wurzeln tief in der Welt des Theaters. Seit 33 Jahren entwirft sie fantasievolle, perfekt geschneiderte Kostüme für das Teater Västernorrland & Norrdans. Dort – zwischen historischen Kleidungsstücken, komplexen Konstruktionen und scheinbar unmöglichen Aufgaben – wurde die Grundlage für das Qualitäts-, Passform- und Materialverständnis von Grace of Sweden gelegt.
Kostüme für die Bühne zu gestalten bedeutet nicht nur Stoff und Konstruktion. Es bedeutet, eine Rolle zu verkörpern, technische Herausforderungen zu lösen und zur Erzählung auf der Bühne beizutragen.
Diese Erfahrung lebt in unseren Taufkleidern weiter – in schönen Schnitten, sorgfältig ausgewählten Materialien und individuellen Details wie Stickereien, Farbtönen und Verzierungen, die jedes Stück einzigartig machen.


Das Rosenkleid – ein Stück Theatergeschichte
In der Ausstellung ist unter anderem Tinas handgefertigtes Rosenkleid zu sehen – vom Museum als „Showstopper“ bezeichnet. Das Kleid wurde 2011 von Åke Arvidsson in der Inszenierung „Das Geheimnis der Myrna Vep“ getragen, in der er die Rolle der Edit in einer Abfolge schneller Kostümwechsel darstellte. Als Tina beauftragt wurde, die Vision des Rosenkleides umzusetzen, gab es vier Anforderungen der Kostümdesignerin Lotta Nilsson:
Es musste innerhalb von 60 Sekunden gewechselt werden können.
Es musste durch eine 60 cm schmale Bühnenöffnung passen.
Es sollte subtil von hellrot zu dunkelrot wechseln.
Der Rock sollte wie ein Haufen Rosen zu Boden fallen.
Die Rosen wurden von Hand mit Tinas eigens entwickelter Technik gefertigt. Sie wurden in Farbschattierungen sortiert und in einer sorgfältig geplanten Farbskala montiert. Die Stoffe stammen größtenteils aus dem Theaterlager – kleine Reste früherer Produktionen. Dadurch trägt das Kleid Spuren vieler verschiedener Inszenierungen.
Die Konstruktion besteht aus einem innen gefütterten Reifrock mit leicht korsetiertem Oberteil. Für den schnellen Wechsel wurde ein Reißverschluss aus einem Militärzelt in den Rücken eingenäht – ein robuster Reißverschluss, der Belastung standhält und schnell geöffnet und geschlossen werden kann, ohne im Stoff hängen zu bleiben.
Das Kleid hat eine unsichtbare Naht auf Hüfthöhe. Durch Ziehen an einem Band, das an einem starken Magneten befestigt ist, kann der Rock wie ein Kreis aus Rosen zu Boden fallen. Ein Beispiel für die Präzision und Problemlösung im Theaterkostümhandwerk.

Foto: Lia Jacobi
Handwerk, Mut und ethische Fragen
In der Ausstellung ist auch ein sogenannter „Fat Suit“ zu sehen, den Tina entworfen hat. Außerdem werden Gedanken von Theaterdirektor Kristoffer Berglund zu ethischen Fragen behandelt, die entstehen können, wenn der Körper eines Schauspielers für die Bühne verändert wird. Was erzählen wir – und wie tun wir es respektvoll?
Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Etagen. Die untere widmet sich Prozessen und Handwerk, während die obere bekannte Bühnenkostüme zeigt, darunter das Kleid von Helen Sjöholm aus „Kristina aus Duvemåla“ sowie ein riesiges goldfarbenes Kleid von Kristina Schollin, das von der Decke hängt.



Eine Welt zum Erleben
Tina ist weiterhin eng mit der Theaterwelt verbunden – etwas, das ihre Arbeit an neuen Tauf- und Festkleidern für Grace of Sweden prägt. Wenn Sie die Inspiration hinter unseren exklusiven Kollektionen entdecken möchten, ist dies ein wunderbarer Ausflugstipp im Frühjahr.
Verpassen Sie nicht Tinas Lieblingsfilm mit ihrer Theaterkollegin Cecilia Götesdotter Axelsson und ihre Geschichte über ihre „16 Stoffscheren“. Der Film zeigt auf humorvolle Weise die Leidenschaft des Kostümhandwerks.
Die Ausstellung ist im Scenkonstmuseet bis Mai 2026 zu sehen.

